Im nach dem römischen Kriegsgott Mars benannten März, wegen des Frühlingsanfangs in Deutschland früher lange auch als „Lenz“ bezeichnet, fanden mehrere bedeutende Ereignisse der gesamtstaatlichen deutschen Geschichte statt. Zu Beginn der Bauernkriege forderten die Bauern am 20. März 1525 in „Zwölf Artikeln“ eine Reihe von Freiheits- und Menschenrechten – dazu fand eine sehr frühe Art verfassunggebende Versammlung statt. Nach der Niederlage der Bauern dauerte es mehr als drei Jahrhunderte bis zum nächsten Anlauf der Deutschen in diese Richtung. In der Märzrevolution von 1848 beschloss die gewählte gesamtdeutsche Nationalversammlung eine Reichsverfassung, die Freiheitsrechte und eine politische Mitsprache der Bevölkerung vorsah. Auch das konnte letztlich nicht durchgesetzt werden. Die erste echte deutsche Demokratie, die Weimarer Republik nach dem Ersten Weltkrieg, wurde am 23. März 1933 durch die Nazis abgeschafft: Das Ermächtigungsgesetz war der entscheidende Schritt zur Diktatur.

Der März im Überblick

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