Februar
Im Rheinland war einst für den Februar der Name „Spörkel“ oder „Spürkel“ gebräuchlich. Damit waren alte Rituale zur Vertreibung der Dämonen des Winters gemeint, die von der Kirche als „sittenlose“ Umtriebe angeprangert wurden. Deshalb schränkte man sie als „Fastnacht“ oder „Fasching“ wenigstens zeitlich auf die Tage vor Aschermittwoch ein. Mit dem ersten Kölner Rosenmontagszug am 10. Februar 1823 begann dann die Geschichte des weltberühmten rheinischen Karnevals, wie wir ihn heute kennen. Auch wenn der Februar der kürzeste aller Monate ist, hat er doch für die deutsche Geschichte sonst noch einiges zu bieten. So kam es am 2. Februar 962 mit der Kaiserkrönung Ottos I. (des Großen) zur Gründung des „Heiligen Römischen Reichs“ (später „… deutscher Nation“). Dieses bildete mehr als 800 Jahre lang und damit die deutlich längste Zeit den staatlichen Rahmen für die deutsche Geschichte. Hundert Jahre nach seinem Ende starben im Ersten Weltkrieg in der am 21. Februar 1916 beginnenden „Hölle von Verdun“ Hunderttausende von Deutschen und Franzosen in und bei den Schützengräben, ohne dass eine der beiden Seiten nennenswerte Vorteile erreicht hätte - letztlich also sinnlos.