Schon vor 800 Jahren schwärmte der mittelhochdeutsche Dichter Walter von der Vogelweide vom Mai als „Wonne“-, also „Freuden-Monat“. Passend dazu gab es seit dem Mittelalter Mai-Umzüge oder -Feiern, regional wurden dabei auch „Maibäume“ aufgerichtet. Seit dem 20. Jahrhundert gibt es am zweiten Sonntag des Monats zudem den „Muttertag“. Neben Privat- oder Familienfeiern brachte der Mai für die Deutschen einige positive politische Geschehnisse oder Entwicklungen mit sich. Am 18. Mai 1848 wurde etwa in der Paulskirche in Frankfurt/ Main die erste gesamtdeutsche Nationalversammlung feierlich eröffnet. Erstmals hatten die Deutschen ein gesamtdeutsches Parlament wählen dürfen. Am 1. Mai 1890 begann die Geschichte des „Tags der Arbeit“ bzw. „Maifeiertags“: Mit Streiks und Demonstrationen suchte man im deutschen Kaiserreich am ersten nationalen „Kampftag der Arbeiterklasse“ gemeinsam Verbesserungen durchzusetzen. Das noch heute gültige und von den meisten Deutschen geschätzte Grundgesetz wurde am 23. Mai 1949 in Kraft gesetzt. Es legte für den westdeutschen Staat Demokratie, Sozial- und Bundesstaatlichkeit sowie Grundrechte als bestimmende Säulen fest. Seit 1990 gilt es für alle Bundesbürger.

Der Mai im Überblick

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