September

September

Der alte deutsche Monatsname „Scheiding“ wies darauf hin, dass im September die warme von der kalten Jahreshälfte geschieden wird. Heute ist am zweiten Septembersonntag der „Tag des offenen Denkmals“. Auch die deutsche Geschichte wurde im September mehrfach ent-„scheidend“ verändert. So verschwanden mit dem Sturz des Sachsenherzogs Heinrich der Löwe am 16. September 1180 durch Kaiser Friedrich I. (Barbarossa) die letzten großen Stammesherzogtümer. Österreich war jetzt etwa von Bayern abgetrennt, und die neu entstehenden Fürstenstaaten waren eher kleiner. Nach dem Augsburger Religionsfrieden vom 25. September 1555 mussten geistliche Herrschaften katholisch bleiben, weltliche Fürsten hatten Konfessionsfreiheit. Nach dem Grundsatz „Cuius regio, eius religio“ („Wessen Herrschaft, dessen Religion“) durften sie auch die Konfession ihrer Untertanen festlegen. Viele Glaubensflüchtlinge suchten sich deshalb in der Folgezeit in einem anderen deutschen Land eine neue Heimat, und es entwickelten sich konfessionell unterschiedliche Regionen. Der deutsche Diktator Adolf Hitler hatte sich im August 1939 mit seinem sowjetischen Partner Stalin heimlich auf eine Aufteilung Polens verständigt. Zur Rechtfertigung eines Angriffs auf das Nachbarland ließ er mehrere „Grenzzwischenfälle“ mit als Polen verkleideten SS-Männern inszenieren. Am 1. September 1939 verkündete Hitler: „Jetzt wird zurückgeschossen!“. Das war der Beginn des Zweiten Weltkriegs – mit den für die Welt, Europa und auch Deutschland selbst bekannten katastrophalen Folgen.

Der September im Überblick

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