Joseph Süß Oppenheimer wird zum Tode verurteilt
Herzog Karl Alexander von Württemberg überließ die Finanz- und Wirtschaftspolitik in seinem Reich weitgehend dem jüdischen Bankier Joseph Süß Oppenheimer. Dieser führte wegen des hohen fürstlichen Geldbedarfs etliche Neuerungen ein, was die Bevölkerung schnell gegen „den frechen Juden“ aufbrachte. Als der Herzog unerwartet starb, wurde Oppenheimer sofort festgesetzt und sein Vermögen beschlagnahmt. Ohne eine Verteidigung zuzulassen, fällte ein Sondergericht am 9. Januar 1738 das Todesurteil u. a. wegen Hochverrats und Bestechlichkeit. Nach der Hinrichtung wurde Oppenheimers Leichnam sechs Jahre lang in einem Käfig zur Schau gestellt.
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