Hochzeit von Prinzessin Sophie von Anhalt-Zerbst

Zarin Katharina II., Gemälde von Vigilius Eriksen (Quelle: Hermitage) Hochzeit von Prinzessin Sophie von Anhalt-Zerbst
Aug. 21 1745
Zarin Katharina II., Gemälde von Vigilius Eriksen (Quelle: Hermitage)

Die spätere Zarin Katharina II. spielt auch für Preußen eine bedeutende Rolle

Prinzessin Sophie Auguste Friederike von Anhalt-Zerbst wurde 1729 in Stettin geboren. Ihre Mutter war mit dem künftigen schwedischen Königshaus verwandt, ihr Vater war als preußischer General Festungskommandant. Nachdem die russische Zarin Elisabeth auf den Rat des preußischen Königs Friedrich II. hin Sophie als Gattin des russischen Thronfolgers bestimmt hatte, reiste diese mit 14 nach Moskau, wo sie schnell Russisch lernte, zur Russisch-Orthodoxen Kirche übertrat und den neuen Namen Katharina bekam. Am 21. August 1745 fand die Hochzeit Katharinas statt. Bereits die Hochzeitsnacht wies auf die wenig glückliche Beziehung mit ihrem Gemahl hin: Während die Braut im Schlafraum wartete, vergnügte er sich auf der Feier und erschien betrunken erst spät in der Nacht. Jahre später kam Katharinas Ehemann als Zar Peter III. auf den Thron. Er schloss sofort einen Sonderfrieden mit Preußen, für Friedrich II. im Siebenjährigen Krieg die Rettung aus einer äußerst schwierigen Lage, was Friedrich selbst das „Wunder des Hauses Brandenburg“ nannte.

Für Zar Peter, der sich in Russland bald auch durch andere Maßnahmen Feinde gemacht hatte, leitete der Friedensschluss hingegen den Untergang ein: Katharina führte mit Hilfe des Militärs einen Staatsstreich durch, ließ ihren Mann für abgesetzt erklären, sich selbst zur Zarin ausrufen und dann krönen. Sie hielt am Friedensvertrag mit Preußen fest und erhielt dafür von Friedrich II. den höchsten preußischen Orden. In Russland setzte Katharina II. zahlreiche Reformen im Sinn der Aufklärung in Gang, ließ Siedler aus Deutschland kommen und erweiterte den Machtbereich des Zarenreichs deutlich. Als einzige Monarchin weltweit erhielt die gebürtige Deutsche, die durch Erbschaft auch noch Herrscherin im ostfriesischen Jeverland wurde, in der Geschichtsschreibung den Beinamen „die Große“.

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