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Geburtsstunde des Ur-Fahrrads

Geburtsstunde des Ur-Fahrrads
Juni 12 1817
Zeichnung von Wilhelm Siegriest (Quelle: Landesarchiv Baden-Württemberg GLAK)


Karl von Drais führt der Öffentlichkeit das von ihm erfundene Laufrad vor

Der 1785 in Karlsruhe geborene Karl von Drais wurde für eine Laufbahn als Forstbeamter ausgebildet, dann aber früh vom Dienst freigestellt, um sich als Erfinder betätigen zu können. Drais hatte für seine Zeit fortschrittliche Ansichten, so war er Demokrat und legte während der Märzrevolution seinen Adelstitel ab. Als Erfinder war Drais ungewöhnlich vielfältig, so dachte er sich z. B. mathematische Rechenformeln, eine „Schnellschreibmaschine“, einen „Holzsparherd“ oder eine „Kochmaschine“ aus.

Zu seiner bekanntesten Erfindung wurde er durch das Schlittschuhfahren angeregt. Seine „Laufmaschine“ bestand aus zwei durch einen Holzrahmen mit einem Sitz verbundenen Holzrädern, deren vorderes durch einen Lenker gesteuert werden konnte. Der Antrieb erfolgte durch wechselseitiges Abstoßen mit den Beinen. Die erste öffentliche Probefahrt führte von Mannheim Richtung Schwetzingen und zurück und sorgte wegen der als sehr hoch empfundenen Geschwindigkeit für großes Aufsehen. Die ausgewählte Straße war allerdings die beste in ganz Baden, und da fast alle Verkehrswege in Deutschland eine schlechtere Qualität hatten, waren die Einsatzmöglichkeiten des neuen Gefährts begrenzt. Trotzdem wurde die Draisine schnell europaweit bekannt und vielfach nachgebaut.

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