Einführung der Mark

Reichskassenschein 5 Mark, sowie 1-Mark-Stück (Quelle: Münzkabinett der Staatlichen Museen Berlin) Einführung der Mark
Dez. 4 1871
Reichskassenschein 5 Mark, sowie 1-Mark-Stück (Quelle: Münzkabinett der Staatlichen Museen Berlin)

Nach der Gründung des Kaiserreichs bekommt Deutschland eine einheitliche Währung

Im Deutschen Bund galten zahlreiche unterschiedliche Währungen, etwa Taler oder Gulden, die aber von Land zu Land einen unterschiedlichen Wert hatten. Noch schwieriger gestaltete sich der „kleine“ Zahlungsverkehr mit Pfennigen, Kreuzern, Groschen oder Hellern, auch ihr Wert war nicht gleich. Deswegen wurden immer wieder Versuche gestartet, die Währung zu vereinheitlichen, denen aber jeweils kein dauerhafter Erfolg beschieden war. Nach der Gründung des Kaiserreichs ging man die Einführung einer einheitlichen deutschen Währung mit neuem Elan an. Diese sollte „goldgedeckt“ sein, ihr Wert entsprach also einem bestimmten Gewicht an Feingold. Man einigte sich auf die Bezeichnung „Mark“, ursprünglich eine germanische Gewichtseinheit, später die Währung norddeutscher Hansestädte. Am 4. Dezember 1871 wurde das erste „Reichsmünzgesetz“ des deutschen Kaiserreichs beschlossen: Die Mark, die in hundert Pfennige untergliedert wurde, bestimmte man zur einheitlichen Reichswährung.

Der Währungs-Wirrwarr war damit allerdings noch nicht vorbei, denn frühere, teils hundert Jahre alte Münzen galten über einen längeren Zeitraum weiter. Als im Ersten Weltkrieg Reichsbanknoten ausgegeben wurden und es damit quasi zur Einführung der „Papiermark“ kam, nannte man die vorherige Währung mit „Goldstandard“ „Goldmark“. Die „Papiermark“ wurde während der Hyperinflation der 1920er-Jahre fast völlig entwertet und dann im Verhältnis eine Billion zu eins in die neue Währung umgetauscht. Die „Reichsmark“ galt bis nach dem Zweiten Weltkrieg, erlitt dann aber zunehmend einen Wertverlust. Deswegen kam es 1948 zur Währungsreform und zur Einführung der Deutschen Mark (DM) in den Westzonen und der „Deutschen Mark der Deutschen Notenbank“ in Ostdeutschland, die später zur „Mark der DDR“ wurde. Die DM war nach der deutschen Wiedervereinigung für ganz Deutschland gültig und erlebte nach dem Jahrtausendwechsel ihr Ende als Zahlungsmittel. 2002 wurde die Mark bei einem Umtauschverhältnis von ungefähr eins zu zwei durch den Euro als Bargeld ersetzt.

Über das Deutschlandmuseum

Ein immersives und innovatives Erlebnismuseum über 2000 Jahre deutscher Geschichte

Das Ganze Jahr auf einen Blick

Januar
Februar
März
April
Mai
Juni
Juli
August
September
Oktober
November
Dezember

Geschichte erleben

Besuche das einzigartige Deutschlandmuseum und tauche ein in die Geschichte

2000 Jahre
12 Epochen
1 Stunde