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Der Kessel von Stalingrad

Der Kessel von Stalingrad
Nov. 23 1942
Stalingrad während der Schlacht (Quelle: Nationaal archief)

Mit dem Untergang der 6. Armee der Wehrmacht beginnt die Kriegswende

Nachdem der Angriff der Wehrmacht auf die Sowjetunion Ende 1941 vor Moskau zum Stehen gekommen war, planten die Generäle im Sommer 1942 eine neue Offensive im Süden des überfallenen Landes. Ziel war es, die Erdölfelder im Bereich des Kaukasus zu erobern. Nördlich des Wegs dorthin befand sich an der unteren Wolga das Industriezentrum Stalingrad, das hinsichtlich des Nachschubs amerikanischer Waffen für die Sowjetunion sehr wichtig war. Dass die Stadt nach dem sowjetischen Diktator benannt war, hob für diesen wie auch für sein deutsches Gegenüber ihre Bedeutung zusätzlich. Obwohl die Wehrmacht in der Sowjetunion schon schwere Verluste erlitten hatte und es an Menschen und Material fehlte, befahl Hitler, nach Stalingrad und gleichzeitig Richtung Kaukasus vorzustoßen. Bis Mitte November hatte die 6. deutsche Armee auftragsgemäß den größten Teil Stalingrads erobert. Dann aber erfolgte eine Großoffensive der Roten Armee, welche die eingedrungenen Truppen in einem Zangenangriff aus zwei Richtungen einkesselte. Am 23. November 1942 waren etwa 280 000 deutsche und mit ihnen verbündete rumänische Soldaten von der Verbindung zu den anderen Einheiten abgeschnitten.

Hitler lehnte einen Ausbruch der 6. Armee ohne Wenn und Aber ab und erklärte Stalingrad zum Symbol des deutschen „Siegeswillens“. Der Oberbefehlshaber der Luftwaffe, Reichsmarschall Göring, hatte großspurig eine Versorgung aus der Luft zugesichert. Die benötigten Mengen konnten jedoch nicht geliefert werden, die hungernden Soldaten hatten zudem keine passende Kleidung und waren der Kälte von minus 40 Grad schutzlos ausgesetzt. Weil sich auch Versprechungen über Entlastungsangriffe als haltlos erwiesen, wurden sie nach einem nochmaligen Durchhaltebefehl des „Führers“ ihrem Schicksal überlassen. Dem Befehlshaber General Paulus verbot Hitler ausdrücklich eine Kapitulation, sie sei „vom Standpunkt der Ehre aus nicht möglich“. Ende Januar 1942 waren bereits 150 000 Soldaten der 6. Armee an Hunger, Kälte und Erschöpfung oder bei Kämpfen gestorben. Tage später gaben die Kommandeure auf. Von den noch 90 000 Überlebenden, die in Kriegsgefangenschaft gingen, kehrten nach dem Krieg etwas mehr als 5000 nach Deutschland zurück. Dort hatte die NS-Propaganda versucht, der Bevölkerung den Kampf um Stalingrad als „Helden“-Geschichte zu verkaufen. Bei vielen Deutschen verfing das nicht: Sie ahnten oder wussten, dass mit der katastrophalen Niederlage der Wendepunkt des Krieges gekommen war.

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