In Stuttgart tüfteln Daimler und Maybach das erste Motorrad aus
In seiner Versuchswerkstatt in einem heutigen Stadtteil Stuttgarts entwickelten der Ingenieur Gottlieb Daimler und sein Angestellter Maybach in den frühen 1880er-Jahren einen Verbrennungsmotor, der mit Benzin betrieben wurde. Die Maschine erhielt den Namen „Standuhr“ und wurde umgehend durch Patente geschützt. Die vergleichsweise kleine und leichte Maschine schien sich für den Einsatz in einem Fahrzeug zu eignen. Die beiden Pioniere entschieden sich aus Kostengründen für ein niedriges Zweirad mit kleinen seitlichen Stützrädern. Rahmen und Räder waren aus Holz gefertigt und wurden durch eiserne Platten bzw. Reifen verstärkt. Die dazu passende „Standuhr“ saß vertikal zwischen den Rädern und ermöglichte mit einer halben Pferdestärke
Leistung eine Höchstgeschwindigkeit von zwölf Stundenkilometern.
Am 29. August 1885 meldete Daimler das Fahrzeug zum Patent an. Anschließend wurde es mehrfach verbessert und dann als „Reitwagen“ weithin bekannt. Vielleicht wegen dieses Namens, vor allem aber wegen der Stützräder wurde gelegentlich in Zweifel gezogen, dass es sich bei dem Gefährt um einen direkten Vorläufer des Motorrads handelte. Unstrittig scheint allerdings zu sein, dass der „Reitwagen“ das erste selbst fahrende Motorfahrzeug weltweit war.

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